Zum Inhalt springen
Foto Stadler Hakverdi Foto: Büro Stadler

30. November 2020: Stadler und Hakverdi erzielen ersten Erfolg im Kampf gegen Tierversuche

Bund fördert nationale Plattform für Tierversuchsersatzmethoden mit 3 Millionen Euro.

Der Bund fördert die konzeptionelle Entwicklung einer nationalen Plattform für Tierversuchsersatzmethoden mit 3 Millionen Euro. Dies beschloss der Haushaltsausschuss des Bundestages. Die Plattform soll dazu beitragen, Tierversuche zu reduzieren und gänzlich zu vermeiden. Die Förderung der Plattform geht auf eine Initiative von SPD-Bundestagsabgeordneten um Svenja Stadler, Abgeordnete des Landkreises Harburg, und den Hamburger Abgeordneten Metin Hakverdi zurück.

„Wir müssen Tierversuche reduzieren. Dafür setze ich mich mit meinem Kollegen Metin Hakverdi auf Bundesebene ein, seitdem wir die Proteste gegen die schlimmen Zustände in den LPT-Tierversuchslaboren in unseren Wahlkreisen begleiten – und die erfolgreich die Schließung des Standorts Mienenbüttel erwirkten. Ein Baustein für weniger Tierversuche sind alternative Forschungsmethoden. Sie kommen ohne Tiere aus und können an vielen Stellen Tierversuche ersetzen und damit Tierleid verhindern beziehungsweise sind auf dem besten Weg, ohne Versuchstiere auszukommen. Ein Hindernis dabei: Bisher gibt es keine einheitliche Datenbank für diese Ersatzmethoden, die eine Übersicht über alle Methoden, Forschungsergebnisse und Anwendungszwecke bietet. Das ändert sich nun. Der Bund fördert die konzeptionelle Entwicklung einer solchen Datenbank im ersten Schritt bis 2021 mit 3 Millionen Euro. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossen“, sagt Svenja Stadler.

Die Datenbank ist nicht nur Grundlage dafür, vielversprechende Ansätze zu sammeln und bis zur Anwendungsreife weiterzuentwickeln. Die Ersatzmethoden für Tierversuche sollten im Falle eines neuen Antrags für einen Tierversuch für die Antragsteller, aber auch für die Genehmigungsbehörden, unkompliziert abrufbar sein. Nur so kann verhindert werden, dass Tierversuche stattfinden, obwohl es womöglich schon geeignete Alternativen gibt, diese aber nicht bekannt sind bzw. nicht als geeignet erkannt werden.

„Eine solch strategisch angelegte Plattform für Alternativmethoden ist ein wirksamer Schritt für mehr Tierschutz und ein wichtiges Signal auf dem langen und nicht ganz einfachen Weg hin zu einer tierversuchsfreien Gesellschaft. Das ist unser Ziel“, so Svenja Stadler.



Vorherige Meldung: Stellungnahme zum Dritten Bevölkerungsschutzgesetz (§ 28a IfSG)

Nächste Meldung: "Ehrenamtliches Engagement ist wertvoller als je zuvor!"

Alle Meldungen