Svenja Stadler begrüßt die Pläne der Bundesregierung, eine Zuckerabgabe auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke wie Cola und Limonade einzuführen: „Ich bin überzeugt, dass eine Zuckerabgabe ein wirksames Instrument ist, um den Zuckergehalt in Getränken zu senken und die Gesundheit von Kindern sowie Jugendlichen besser zu schützen. Selbstverpflichtungen der Industrie haben nicht zu den notwendigen Verbesserungen geführt – dabei sind die Zahlen von ernährungsbedingten Krankheiten von Kindern und Jugendlichen alarmierend!“

Bereits seit längerem fordert die SPD-Bundestagsfraktion eine Regelung nach britischem Vorbild. Dabei könnte die Überschreitung eines Zucker-Grenzwertes von 5g pro 100ml bei Süßgetränken mit einer Zuckerabgabe für die Hersteller belegt werden. Stadler: „Großbritannien hat die Zuckermengen in Softdrinks und den Zuckerkonsum insgesamt erfolgreich reduziert. Gesündere Rezepturen sind eine wirksame Maßnahme gegen ernährungsbedingte Krankheiten und deren enorme Folgekosten.“ Man werde sich nun genau anschauen, wie die Details ausgestaltet sein sollen, aber das Ziel sei klar: „Wir wollen Erkrankungen vermeiden, Lebensqualität verbessern und das Gesundheitssystem langfristig entlasten.“ 

Stadler plädiert in diesem Zusammenhang für eine übergreifende Präventionsstrategie, denn viele Kinder und Jugendliche wachsen heute in Alltagsumgebungen auf, die sie vermeidbaren Gefahren aussetzen. Dazu zählen hochkoffeinhaltige und stark gezuckerte Getränke, früher Alkoholkonsum, Nikotinprodukte, Passivrauchen ebenso digitale Umgebungen, die psychische Erkrankungen befördern. „Diese Risiken sind wissenschaftlich eindeutig belegt. Gleichzeitig fehlen in Deutschland bisher häufig verbindliche Regelungen, die junge Menschen ausreichend schützen. Die Zuckerabgabe ist nun ein erster guter Schritt in die richtige Richtung – weitere müssen folgen.“