Klimaschutzprogramm 2030 im Bundeskabinett angenommen

 

Foto: Hendrik Lüders

 

"Ich freue mich sehr darüber, dass Klimaschutz endlich verbindlich wird und die Große Koalition das Instrumentarium zur Erreichung der Klimaschutzziele geschaffen hat", sagt Svenja Stadler jetzt in ihrer Reaktion auf das im Bundeskabinett angenommene Klimaschutzpaket sowie Klimaschutzgesetz.

 

Svenja Stadler zur aktuellen Klimaschutzpolitik in Deutschland: 

Wie schätzen Sie die aktuelle Klimaschutzpolitik ein?

Im globalen Klimaschutz hat sich Deutschland vom Vorreiter zum Nachzügler entwickelt. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, hatte sich die Bundesrepublik ursprünglich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu reduzieren. Trotz zahlreicher Maßnahmen zur Verringerung des CO2-Ausstoßes können diese Klimaziele nicht erreicht werden. Deutschland muss seine Klimaschutzanstrengungen erheblich verstärken und dabei nicht aus den Augen verlieren, dass Klimaschutz nur mit breiter Akzeptanz vorankommen kann. Ungerechte Klimapolitik besitzt die Kraft, die Gesellschaft weiter zu spalten. Eine gute Klimaschutzpolitik kann hingegen Leitfaden für eine neue Gemeinschaftlichkeit werden.

 

Wie sollten Ihrer Meinung nach künftige Klimaschutzmaßnahmen aussehen?

Klimaschutzpolitik muss alle durch den Klimawandel verursachten Probleme adressieren und darf sich nicht nur auf einen Aspekt verschränken. Die aktuelle Diskussion zur CO2-Steuer als Instrument der Politik verengt die klimapolitische Sichtweise immens. Eine CO2-Bepreisung sollte als Teil des umfangreichen Maßnahmenpakets betrachtet werden. Durch den heutigen Beschluss des Klimapakets und des Klimaschutzgesetzes im Bundeskabinett wird das Instrumentarium zur Erreichung der Klimaziele geschaffen und es wird für eine effiziente Steuerung der Klimaschutzpolitik gesorgt. Es gilt, in nachhaltige Innovationen und Modernisierungsmaßnahmen zu investieren. Maßnahmen hierfür sind unter anderem: der Beschluss des Kohleausstiegs, der Umbau der Mobilität, energetische Gebäudesanierungen, die Gestaltung klimafreundlicher Agrarpolitik sowie die Entwicklung eines nachhaltigen Finanzsystems. 

 

Was kann der Landkreis Harburg für den Klimaschutz leisten?

Der Landkreis Harburg sollte dort ansetzen, wo sein Einfluss am größten ist. Er besitzt sowohl gewisse Steuerungs- als auch Einflussmöglichkeiten. Demnach kann der Landkreis zum Beispiel die Bewirtschaftung seiner Gebäude im Bereich des Energiemanagements steuern und verfügt über Einfluss auf die Schulträger sowie das Verkehrsmanagement. Klimaschutzziele können darüber hinaus im Rahmen von Landschaftsrahmenplänen, Abfallwirtschaftskonzepten oder Nahverkehrsplänen manifestiert werden. Grundsätzlich gilt zudem: Klimaschutz beginnt im Alltag. Jeder kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Um das Klima zu schonen hilft beispielsweise schon der Verzicht auf Plastikverpackungen, die Reduktion des eigenen Fleischkonsums oder auch für Inlandsreisen die Bahn anstelle des Flugzeugs zu nehmen. 

 
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